Was SpeedFusion Connect wirklich kostet — eine Volumenrechnung

SpeedFusion braucht einen Gegenpunkt — und der ist der Kostentreiber
Die interessanten Funktionen von SpeedFusion — Hot Failover, WAN Smoothing, Bandwidth Bonding — sind Eigenschaften eines Tunnels. Ein Tunnel hat zwei Enden. Das eine steht bei Ihnen im Schrank, das andere muss irgendwo existieren.
Dafür gibt es genau drei Möglichkeiten:
- Ein zweites Peplink-Gerät an einem anderen Standort. Naheliegend, wenn Sie zwei Standorte verbinden wollen; unbrauchbar, wenn Sie einfach nur stabil ins Internet müssen.
- SpeedFusion Connect, der von Peplink gehostete Dienst. Kein eigener Betrieb, dafür ein Datenzähler.
- Ein eigener FusionHub, die virtuelle Appliance von Peplink, betrieben auf einer VM im Rechenzentrum. Kein Datenzähler, dafür Betriebsverantwortung.
Wer nur die Hardwarepreise vergleicht, übersieht diese Entscheidung — und sie ist bei einer regelmäßig sendenden Produktion die teuerste Position im Betrieb. Deshalb hier die Zahlen.
Was im Gerät enthalten ist: 500 GB oder 1 TB pro Jahr
Peplink-Geräte mit der Kennung -PRM enthalten ein Jahr PrimeCare, und PrimeCare bringt ein Inklusivkontingent für SpeedFusion Connect mit. Die Höhe hängt von der Geräteklasse ab und steht als Fußnote in den technischen Daten:
- B One und B One 5G: 500 GB pro Jahr
- Balance 310: 1 TB pro Jahr
Zwei Punkte, die dabei gerne untergehen. Erstens ist das Kontingent an ein aktives PrimeCare gebunden — läuft die Subscription aus, entfallen nicht nur die Inklusivdaten, sondern auch Hot Failover, WAN Smoothing und Bonding selbst; sie sind ebenfalls PrimeCare-Funktionen. Zweitens ist das Kontingent pro Gerät und Jahr, nicht pro Monat, und es wird nicht angespart.
Damit hat man eine Zahl. Die eigentliche Frage ist, wie lange sie reicht.
Die Rechnung für eine Live-Produktion
Rechnen wir einen realistischen Sendeplatz durch: ein 1080p-Videostream mit Präsentationsfreigabe, wie ihn ein Seminar- oder Schulungsstudio produziert.
Schritt 1 — Nutzlast. Für das Senden von 1080p nennt Zoom rund 3,8 Mbit/s im Upload; Freigabe und Audio kommen mit etwa 0,15 Mbit/s hinzu. Auf der Empfangsseite hängt es vom Format ab: bei einer Galerieansicht mit rund 25 Teilnehmern sind etwa 2 Mbit/s realistisch. In Summe also grob 6 Mbit/s in beide Richtungen.
Schritt 2 — von Mbit/s auf GB pro Stunde. 6 Mbit/s × 3600 s ÷ 8 = 2,7 GB pro Stunde.
Schritt 3 — WAN Smoothing einrechnen. Die Stufe Normal überträgt jedes Paket doppelt. Aus 2,7 werden 5,4 GB pro Stunde. Auf Stufe Mittel wären es 8,1 GB.
Schritt 4 — auf die Woche hochrechnen. Ein Studio, das an drei Tagen je fünf Stunden sendet, kommt auf 15 Stunden. 15 × 5,4 GB ≈ 80 GB pro Woche.
Und damit die Antwort auf die Ausgangsfrage:
- 500 GB Inklusivvolumen entsprechen rund sechs Produktionswochen.
- 1 TB Inklusivvolumen entsprechen rund zwölf Produktionswochen.
Für einen Betrieb, der jede Woche sendet, ist das Inklusivkontingent also unabhängig vom Gerät nach etwa einem Quartal aufgebraucht. Der Unterschied zwischen 500 GB und 1 TB verschiebt den Zeitpunkt, er löst das Problem nicht.
Ein Hinweis zur Sorgfalt: Wie duplizierte Pakete in der Abrechnung genau gezählt werden, gehört zu den Dingen, die man am konkreten Gerät nachmessen sollte, statt sie zu unterstellen. An der Größenordnung und damit an der Empfehlung ändert das nichts.
Was nach dem Kontingent passiert
Der Dienst schaltet sich nicht ab — das ist die gute Nachricht. Nach dem Verbrauch des Kontingents greift eine Fair-Use-Regelung, die die Geschwindigkeit auf 10 Mbit/s begrenzt. Die regulären Tarifstufen erreichen bis zu 200 Mbit/s; für höhere Anforderungen gibt es ein Unlimited-Paket mit bis zu 400 Mbit/s, das monatlich oder jährlich pro Seriennummer gebucht wird.
Jetzt wird es unangenehm rechnerisch: Unser geglätteter Konferenzstream braucht im Upload rund 8 Mbit/s. Die Drosselung auf 10 Mbit/s liegt also genau an der Belastungsgrenze dieses einen Streams — ohne Reserve für alles andere, was gleichzeitig durch den Tunnel läuft. Eine Absicherung, die im vierten Quartal an der Drosselgrenze arbeitet, ist keine Absicherung.
Bleiben zwei Wege: das Volumen dauerhaft zukaufen, oder den Gegenpunkt selbst stellen.
| Kriterium | SFC Inklusivkontingent | SFC Unlimited-Paket | Eigener FusionHub | |
|---|---|---|---|---|
| Datenvolumen | 500 GB bzw. 1 TB pro Jahr | unbegrenzt, gedrosselt nach Tarif | keine Zählung | |
| Bandbreite | bis 200 Mbit/s, danach 10 Mbit/s | bis 400 Mbit/s | durch die VM und die Leitungen begrenzt | |
| Laufende Kosten | in PrimeCare enthalten | Abo pro Seriennummer | VM plus Betrieb | |
| Standort des Gegenpunkts | Peplink-Rechenzentrum | Peplink-Rechenzentrum | frei wählbar, z. B. Deutschland | |
| Betriebsaufwand | keiner | keiner | Updates, Monitoring, Lizenzpflege | |
| Passt zu | gelegentlicher Einsatz, Notfallabsicherung | hoher Bedarf ohne eigenen Betrieb | regelmäßige Produktion, Latenzoptimierung |
Der eigene FusionHub — und warum er oft die richtige Antwort ist
FusionHub ist Peplinks virtuelle Appliance: dieselbe SpeedFusion-Gegenstelle, nur als Software auf einer eigenen VM. Drei Eigenschaften machen ihn für eine regelmäßig sendende Produktion attraktiv.
Es gibt keinen Datenzähler. Der Verkehr läuft über Ihre VM und Ihre Anbindung. Ob WAN Smoothing das Volumen verdoppelt, ist damit eine Frage der Leitungskapazität, nicht der Abrechnung — und genau deshalb kann Smoothing dauerhaft aktiv bleiben, statt an ein Zeitfenster gebunden zu werden.
Die Lizenz ist für den Einzelfall kostenlos. Die Variante FusionHub Solo ist gratis und auf einen Peer begrenzt — also genau ein verbundenes Peplink-Gerät, was für einen Standort passt. Die frühere Durchsatzbegrenzung von 100 Mbit/s hat Peplink aufgehoben; viele Quellen im Netz führen sie noch, sie ist überholt. Geräte mit PrimeCare zählen zudem nicht gegen die Peer-Grenzen höherer FusionHub-Lizenzen.
Der Standort ist wählbar. Ein Gegenpunkt in einem deutschen Rechenzentrum bedeutet den kürzesten Weg und damit die niedrigste Zusatzlatenz. Beim gehosteten Dienst nimmt man den Standort, den man bekommt.
Zwei Dinge muss man dafür wissen. Erstens braucht die Lizenzprüfung ausgehende Erreichbarkeit zu Peplinks InControl-Diensten; ein vollständig abgeschottetes Netz funktioniert nicht. Zweitens ist eine VM ein Betriebsgegenstand: Updates, Monitoring, Erreichbarkeit. Wer das nicht selbst leisten will, lässt es betreiben — als Managed Service ist es eine kalkulierbare monatliche Position statt eines mitlaufenden Datenzählers.
Entscheidungshilfe
Die Wahl ist erfreulich einfach, wenn man sie am Nutzungsprofil aufhängt und nicht am Preis der Einzelposition.
- Notfallabsicherung, wenige Stunden im Monat: Das Inklusivkontingent reicht. Nichts zusätzlich buchen, WAN Smoothing für den kritischen Sub-Tunnel aktivieren, fertig.
- Regelmäßige Produktion, mehrere Stunden pro Woche: Eigener FusionHub. Die Rechnung oben zeigt, dass jedes Inklusivkontingent innerhalb eines Quartals fällt; ein Unlimited-Abo pro Gerät ist die teurere Dauerlösung.
- Mehrere Standorte, die untereinander sprechen: Ohnehin FusionHub oder Peplink-zu-Peplink, weil hier der Standortverbund und nicht der Internetzugang das Ziel ist.
- Latenz ist kritisch: FusionHub im nächstgelegenen Rechenzentrum, weil jeder Umweg über einen fremden Standort auf die Round-Trip-Zeit geht.
Was bleibt, ist die unromantische Erkenntnis: Bei SpeedFusion entscheidet nicht die Router-Wahl über die Betriebskosten, sondern die Wahl des Gegenpunkts. Der Unterschied zwischen einem B One und einem Balance 310 sind einige hundert Euro einmalig. Der Unterschied zwischen einem gemieteten und einem eigenen Tunnelendpunkt sind einige hundert Euro pro Jahr — dauerhaft.
Häufig gestellte Fragen
Tunnelendpunkt rechnen lassen
Wir rechnen Ihr Volumen anhand der tatsächlichen Sendezeiten durch, vergleichen Inklusivkontingent, Zusatztarif und eigenen FusionHub — und betreiben den Endpunkt auf Wunsch für Sie.
Geräte und ihr Inklusivkontingent
Das Inklusivvolumen für SpeedFusion Connect hängt an der Geräteklasse und an aktivem PrimeCare — Verfügbarkeit und Preise sehen Sie auf der Produktdetailseite.

Peplink B One
500 GB SpeedFusion-Connect-Volumen pro Jahr mit aktivem PrimeCare. Zwei Gigabit-WAN-Ports, 200 Mbit/s verschlüsselter Tunneldurchsatz — reichlich für einen einzelnen abgesicherten Stream.

Peplink Balance 310
1 TB SpeedFusion-Connect-Volumen pro Jahr — das doppelte Kontingent der B-One-Klasse. Dazu 1 Gbit/s Tunneldurchsatz, 2,5-Gbit-WAN und 10-Gbit-LAN im Rackformat.

Peplink B One 5G
500 GB pro Jahr wie der B One, dazu ein integriertes 5G-Modem mit zwei SIM-Steckplätzen. Praktisch, wenn der dritte Weg ins Netz nicht über einen weiteren Router laufen soll.
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Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung recherchiert und verfasst und vor der Veröffentlichung von Ascends Peplink-zertifizierten Technikern geprüft.
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