Internet auf der Yacht: Verbunden weit vor der Küste
Stellen Sie sich vor, Sie kommunizieren mitten auf dem Meer mit Familie, Freunden oder Geschäftspartnern in Echtzeit, so einfach wie zu Hause. Ascend bündelt Starlink und 5G-Mobilfunk zu einer Anlage, die auch jenseits von 25 Seemeilen (sm) auf Starlink umschaltet. Damit Sie auch auf See sorgenfrei verbunden bleiben, liefern wir Hardware, Installation und Support aus einer Hand.

Warum 25 Seemeilen die entscheidende Frage sind
Wer Internet für die Segelyacht plant, stellt fast immer dieselbe Frage: Reicht das bis 25 sm vor der Küste? Die ehrliche Antwort hängt von der Verbindungsart ab. Mobilfunk und Satellit verhalten sich hier grundlegend unterschiedlich.
Ein Smartphone allein empfängt auf See meist bis etwa 10 bis 15 sm vor der Küste noch ein nutzbares Netz, so die Fachpresse. Der Grund ist Physik: Die Reichweite wird vom Funkhorizont begrenzt, der von der Antennenhöhe abhängt, nicht von der Sendeleistung. Eine externe Marine-Antenne, hoch und frei am Mast montiert, kommt laut Hersteller deutlich weiter. Digital Yacht nennt bis zu 25 sm, yacht.de und boote-magazin.de zitieren Herstellerangaben von bis zu 30 sm, je nach Netzausbau, Wetter und Antennenhöhe.
Auch das Frequenzband zählt: Niedrige Bänder wie LTE Band 20 (800 MHz) oder 5G n28 (700 MHz) tragen weit, die neuen 5G-Hochbänder um 3,4 bis 3,6 GHz sind kurzreichweitig. Simrad weist darauf hin, dass die effektive Reichweite mit jeder Mobilfunkgeneration eher kürzer geworden ist. Hinzu kommt Kabeldämpfung: Ein langes Antennenkabel frisst Gewinn. Deshalb montieren wir Antennen maximal auf Salingshöhe, oder setzen einen Dome mit integriertem Modem an den Mast, zu dem nur ein Ethernet-Kabel führt (Peplink: „minimal cable loss“). Die Antenne sollte zudem nicht auf einer Ebene mit UKW- oder AIS-Antennen sitzen, da sich die Geräte sonst stören.
Für die Anfrage heißt das: 25 sm sind ungefähr die Grenze dessen, was Mobilfunk mit Mastantenne netzabhängig noch leisten kann. Verlässlich ist in dieser Zone nur Satellit. Die Konsequenz: Starlink übernimmt offshore und auf der Überfahrt, Mobilfunk küstennah und im Hafen, beides gebündelt mit automatischem Wechsel.
Drei Zonen vor der Küste
| Mobilfunk (LTE/5G) | Starlink | Unsere Empfehlung | |
|---|---|---|---|
| Hafen und Ankerbucht (bis 3 sm) | Meist volles Signal in Hafennähe, netzabhängig. | Funktioniert, Ozean-Modus nicht nötig. | Mobilfunk nutzen, Starlink im Standby. |
| Küstenfahrt (3–12 sm) | Meist stabil mit Mastantenne, nimmt mit Distanz ab. | Verfügbar, Ozean-Modus wird ab 12 sm Pflicht. | Mobilfunk primär, Wechsel zu Starlink vorbereiten. |
| 12–25 sm | Netzabhängig; Antennenhersteller nennen 25 bis 30 sm mit Mastantenne. | Ozean-Modus aktiv, verlässlich unabhängig vom Küstennetz. | Starlink primär, Mobilfunk als Zusatzkapazität. |
| Jenseits 25 sm / Überfahrt | Kein verlässlicher Empfang, auch die beste Mastantenne stößt an den Funkhorizont. | Einzige verlässliche Option, deckt internationale Gewässer ab. | Ausschließlich Starlink, Mobilfunk schaltet bei Küstennähe automatisch zu. |
Herausforderungen auf See, unsere Lösung
Internet an Bord funktioniert nur, wenn Hardware, Bündelung und Support zusammenspielen. Dieselben drei Hürden, dieselben drei Antworten.
Schlechtes Internet auf See
Unzuverlässige Verbindung
Komplexe Technik an Bord
Netzwerkbündelung
Einfache Bedienung
Umfassender Support
So ist die Anlage an Bord aufgebaut
Ein zuverlässiger 5G-Router fürs Boot ist eine kleine Anlage, vom Dome am Mast bis zur Kabine. Im Mittelpunkt steht ein Dome mit integriertem 5G-Modem und Antennen, montiert am Mast oder Geräteträger, möglichst hoch und frei. Vom Dome führt ein einziges Ethernet-Kabel mit Power over Ethernet zum Router unter Deck; ein separates Netzteil entfällt. Die Starlink-Antenne wird ebenfalls per Ethernet angebunden.
Der Router übernimmt die Bündelung: Per Peplink SpeedFusion verbindet er sich mit einer Gegenstelle im Ascend-Rechenzentrum und kombiniert Starlink mit Mobilfunk per Hot Failover. In unserem Live-Test mit Starlink, drei Mobilfunknetzen und einem Peplink SDX Pro blieb die Verbindung beim Trennen einer Leitung unterbrechungsfrei. Für WLAN in Kabinen und Salon sorgt ein Peplink AP One AX per PoE. Im Hafen lässt sich das Marina-WLAN als Wi-Fi-WAN einbinden, sofern das Signal stabil genug ist.
Peplink MAX HD1 Dome Pro: Eckdaten für den Einsatz an Bord
| Mobilfunk-Modem | 1× 5G/LTE-Modem mit 4x4-MIMO-Antennen im Dome (Peplink-Datenblatt). |
|---|---|
| SIM-Verwaltung | 2 SIM-Slots (eine aktiv), eSIM, RemoteSIM via SIM Injector (bis zu 10 SIMs) sowie FusionSIM. |
| Mobilfunkbänder | LTE B1–B71 inkl. B20/B28; 5G Sub-6 n1–n79 inkl. n20/n28. |
| Wi-Fi | Wi-Fi 6, Dual-Band 2,4/5 GHz, 2x2 MIMO, nutzbar als Access Point oder Wi-Fi-WAN. |
| Gehäuse | IP67 (mit Splitter), Metall, -40 bis 65 °C, 15–95 % rel. Feuchte. |
| Stromversorgung | Ein Ethernet-Kabel: PoE 802.3at, maximal 20 W; kein DC-Anschluss. |
| Ethernet-Splitter | Im Lieferumfang, stellt zusätzlich 1× 802.3af-PoE-Ausgang bereit. |
| Maße und Gewicht | 110 mm Radius × 115 mm Höhe; 1,2 kg, mit Splitter 1,7 kg. |
| Montage | M35-Schraubmontage; mit Peplink Premium Deck Mounts (ACW-650/651/653), Edelstahl SS316. |
| Lieferumfang | Dome, Ethernet-Splitter, 2× ACW-112, Montage-Kit. |
| Software | SpeedFusion (Hot Failover, Bonding, WAN Smoothing, 256-bit AES), InControl 2 mit GPS, Load Balancing, QoS, VLAN, Captive Portal. |
| SpeedFusion-Durchsatz | Bis 400 Mbit/s, verschlüsselt 200 Mbit/s, empfohlen bis 150 Nutzer. Bis 3,4 Gbit/s Down / 900 Mbit/s Up sind Modem-Spezifikation, nicht die Rate auf See. |
Passende Hardware im Ascend Shop
Alles für zuverlässiges WLAN auf dem Boot, vom Dome bis zum Access Point. Alle Produkte lieferbar (Stand 17. September 2026).

Peplink MAX HD1 Dome Pro
5G-Outdoor-Router mit integrierten Antennen, ein Ethernet-Kabel genügt.

Peplink Dome Pro Duo
Zwei 5G-Modems in einem IP67-Dome, zwei Netze gleichzeitig.

Peplink MAX BR1 Pro 5G
Kompakter 5G-Router für unter Deck in der aktuellen Variante mit Qualcomm-X65-Modem und PoE-Eingang (laut Peplink), Ethernet-WAN für die Starlink-Antenne.

Peplink Maritime 20G Antenne
LTE/5G-Antenne der Peplink-Maritime-Serie mit 2x2 MIMO, GPS und Wi-Fi, IP68 (im Shop unter Poynting Antennas).

Peplink Maritime 40G Antenne
4x4-MIMO-Antenne der Peplink-Maritime-Serie mit GPS und Wi-Fi, IP68, laut Peplink windfest bis 160 km/h (im Shop unter Poynting Antennas).

Peplink AP One AX
Wi-Fi-6-Access-Point per PoE für jede Kabine.

Starlink Flat High Performance Kit
Flache Antenne für die Fahrt.

Starlink Mini Kit
Kompaktes Kit, platzsparend an Bord.
Starlink auf See: Regeln, die Sie vor dem Törn kennen sollten
Wer Starlink auf der Yacht nutzt, sollte einige Regeln kennen, bevor der Ozean-Modus aktiviert wird. Laut Starlink-Supportartikel „Was ist der Ozean-Modus?“ (Stand 27. August 2026) ist er jenseits von 12 sm erforderlich. Er hebt das für Roam in Hoheitsgewässern sonst geltende Limit von 5 aufeinanderfolgenden Tagen oder 60 Tagen pro Jahr auf und erhält höhere Netzwerkpriorität. Abgerechnet wird pro GB: „Reise Unlimited“ kostet 2 USD/GB, ab 27. September 2026 6 USD/GB; „Privat Maritim“ 6 USD/GB. Der Modus bleibt aktiv, bis Sie ihn manuell abschalten.
Nach Angaben der Fachpresse (Stand September 2026, u. a. boote-magazin.de, yacht.de, seabits, rvmobileinternet) darf „Reise Unlimited“ außerhalb des Heimatlands nur noch 30 Tage am Stück genutzt werden (Neukunden seit 14. Juli 2026, Bestandskunden seit 17. August 2026). „Reise Global“ wurde eingestellt, der Preis für „Reise Unlimited“ liegt in Deutschland laut Fachpresse bei rund 95 €/Monat. Als Ersatz wird „Personal Maritime“/„Privat Maritim“ beschrieben: 185 USD netto pro Monat, unbegrenzt in Hoheitsgewässern, ohne 30-Tage-Limit, für private Boote bis 60 Fuß, nicht für Charter, in Deutschland noch nicht gelistet. Für gewerbliche Nutzung gilt Global Priority (früher Mobile Priority) inklusive Ozean-Modus. Verbindlich ist starlink.com.
Mobilfunk-Tarif für die Küste: eine SIM, drei deutsche Netze, EU-weit
Für die Zonen, in denen Mobilfunk trägt, empfehlen wir den Ascend Datentarif als Multi-Netz-SIM. Eine SIM bucht sich in Deutschland automatisch bei Vodafone, O2 oder Telekom ein (Multi-IMSI), wahlweise nach bestem Netz oder fester Netzwahl. Der Tarif gilt EU-weit zum gleichen Preis, ist Prepaid und stoppt bei 0 €. Der Verbrauch wird alle 30 Minuten aktualisiert. Die SIM gibt es als Triple-Cut-SIM oder eSIM, monatlich kündbar, mit Internet-Übergang in Frankfurt und deutscher IP. Für Yachten ist das die einfachste Lösung: eine SIM für Nord- und Ostsee, Atlantikküste und Mittelmeer innerhalb der EU, ohne Vertragsbindung, ohne Netzwechsel von Hand. Wir liefern die SIM zusammen mit dem Router einsatzfertig vorkonfiguriert, mit APN und Netzwahl. Den passenden Router finden Sie auf unserer Seite zu Routern für SIM-Karten; die SIM fragen Sie einfach mit an: SIM-Karte anfragen.
Von der Anfrage bis zum ersten Törn
- 1BeratungWir klären Törngebiet, Personen an Bord und Anwendungen wie Videokonferenzen oder Navigation.
- 2Auswahl der HardwareGemeinsam wählen wir Dome, Antenne, Router und Access Points passend zu Yacht und Mast.
- 3VorkonfigurationUnsere Techniker richten SpeedFusion und SIM-Profile vorab ein.
- 4Installation an BordWir montieren den Dome am Mast, verlegen ein Ethernet-Kabel zum Router unter Deck und installieren Access Points in den Kabinen.
- 5Support während der FahrtUnsere Techniker begleiten den laufenden Betrieb, auch während des Törns.
Bewährt an Bord: Peplink-Referenzen und die aktuellen Nachfolger
Peplink dokumentiert in der Fallstudie „Luxury Super Yachts“ mehrere Installationen. An Bord der M/Y Albatross (Europa, Mittelmeer, Karibik) sorgen laut Peplink 2× MAX BR1 LTE mit redundanten SIM-Slots für automatischen Providerwechsel. 7× AP One AC mini liefern WLAN im ganzen Schiff. Auf der M/Y Limitless bündelt ein HD4 per SpeedFusion verschlüsselt, auf der M/Y Veloce versorgt ein MAX HD2 mit AP One u. a. VoIP, Sonos und Apple TV.
Diese Modelle sind nicht mehr aktuell. Die Nachfolger: Aus MAX BR1 wurde der MAX BR1 Pro 5G, aus MAX HD2/HD2 Dome wurden HD1 Dome Pro und Dome Pro Duo. Aus HD4 wurde die MBX-Serie, aus AP One AC mini/Enterprise der AP One AX. Das Prinzip setzen wir heute mit aktueller Hardware um.
Häufige Fragen zu Internet auf der Yacht
Weiterführende Links
Bereit für zuverlässiges Internet auf Ihrer Yacht?
Schreiben Sie uns Montageort, Törngebiet und Anzahl der Personen an Bord. Wir beraten Sie zur passenden Kombination aus Starlink, Mobilfunk und Peplink-Hardware.
Wir freuen uns, von Ihnen zu hören!
Schreiben Sie uns Yachttyp, Törngebiet und Personen an Bord. Wir melden uns kurzfristig mit einer persönlichen Beratung.





