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Internet auf dem Segelboot: LTE und 5G vom Masttop (KI-generiertes Video)
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Internet auf See

Internet auf dem Segelboot: LTE und 5G vom Masttop

Zwei Seemeilen vor der Küste bricht die Verbindung ab, weil der Router tief im Rumpf sitzt? Für Küstensegler auf Ostsee und Nordsee gibt es eine einfache und bezahlbare Lösung: eine wetterfeste Mobilfunk-Einheit oben am Mast, nach unten ein einziges Netzwerkkabel. Kein Koaxverlust, kein Starlink nötig. Ascend liefert die Hardware vorkonfiguriert, dazu die passende Multi-Netz-SIM.

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Das Prinzip auf einen Blick

Internet auf dem Segelboot: Mobilfunk-Einheit am Masttop, ein Netzwerkkabel mit PoE nach unten, daneben die alte Lösung mit 20 Metern Koaxkabel und 13 dB Verlust

Links die Küste mit dem Sendemast, in der Mitte die alte Lösung mit passiver Antenne und 20 Metern Koaxkabel, rechts die richtige: Die Mobilfunk-Einheit sitzt oben am Mast, nach unten läuft ein einziges Netzwerkkabel mit Strom und Daten. Unter Deck bleiben nur ein Access Point und das 12- oder 24-Volt-Bordnetz.

Warum zwei Seemeilen zu wenig sind und wo Reichweite entsteht

Ein LTE-Router mit SIM-Karte in der Backskiste oder unter der Navi-Ecke hat gegen Rumpf, Deck, Tanks und Motorblock keine Chance. Was an Signal durchkommt, reicht im Hafen und ein bis zwei Seemeilen vor der Küste. Dann ist Schluss, obwohl der Mast 20 Meter in den Himmel ragt.

Reichweite auf See entsteht aus drei Größen: der Höhe der eigenen Antenne, der Höhe des Sendemastes an Land und dem Frequenzband. Die tiefen Bänder um 700 und 800 MHz (LTE Band 28 und Band 20) tragen am weitesten, mit ihnen leuchten die Netzbetreiber die Fläche aus. Beeinflussen können Sie an Bord nur eine dieser Größen: die Höhe und den freien Blick Ihrer eigenen Antenne.

Der größte Sprung ist dabei nicht der Mast, sondern der Schritt aus dem Rumpf ins Freie. Die Höhe liefert danach die Reserve für das Wellental, die Krängung und für Zellen, die an Land für Land geplant wurden. Ob eine Zelle an der Kimm noch trägt, entscheidet der Netzbetreiber, nicht die Formel.

Antennenhöhe und Funkhorizont

Funkhorizont zu einem 40 m hohen KüstenmastTypischer Montageort
Antennenhöhe 3 mca. 18 SeemeilenDeck, Heckkorb, Geräteträger
Antennenhöhe 14 mca. 22 SeemeilenObere Saling
Antennenhöhe 20 mca. 24 SeemeilenMasttop

Die Antenne muss nach oben. Das Koaxkabel nicht.

Die Werte der Tabelle folgen der Näherung 4,12 × (√h1 + √h2) Kilometer für die Standardatmosphäre. Sie zeigen: 10 bis 15 Seemeilen sind kein Horizontproblem, sondern ein Einbauproblem.

Der naheliegende Gedanke ist eine Marine-Antenne mit ein paar dBi Gewinn auf dem Masttop und ein Koaxkabel hinunter zum Router. Auf dem Wohnmobil funktioniert das, weil das Kabel zwei Meter lang ist. Auf dem Segelboot sind es 20 Meter, und Koax dämpft mit jedem Meter. Dünnes RG-58 frisst bei 800 MHz rund 13 dB, mehr als jede Antenne an Gewinn mitbringt; das Ergebnis ist schlechter als ohne Mastantenne. Dickes LMR-400 verliert bei 800 MHz noch etwa 2,6 dB, bei 5G um 3,5 GHz gut 5 dB, und für MIMO mit zwei Antennenpfaden brauchen Sie zwei dieser fingerdicken Kabel im Mast. Dazu kommen Stecker mit je 0,3 bis 0,5 dB und Kabel, die in Salzluft altern. Die Tabelle unten nennt typische Datenblattwerte je Kabelzug.

Die Lösung dreht die Anordnung um: Das Modem sitzt in einem wetterfesten Gehäuse direkt an den Antennen oben am Mast. Nach unten geht ein einziges Netzwerkkabel, das Daten und Strom zugleich transportiert (PoE, Power over Ethernet). Ethernet verliert bis 100 Meter nichts, und ein Cat-6-Kabel wiegt und kostet einen Bruchteil von zwei Koaxleitungen. Was auf dem Masttop nichts verloren hat, sind Richtantennen für Hausdächer: Ein Boot ändert ständig den Kurs, deshalb bleibt es bei Rundstrahlern.

Was 20 Meter Kabel kosten

800 MHz (LTE Band 20)2,6 GHz (LTE Band 7)3,5 GHz (5G n78)
RG-58 Koax, ca. 5 mm dickca. 13 dB Verlustca. 23 dB Verlustca. 28 dB Verlust
LMR-400 / H1000 Koax, ca. 10 mm dickca. 2,6 dB Verlustca. 4,6 dB Verlustca. 5,4 dB Verlust
Ethernet Cat 6 mit PoE, Modem oben am Mast0 dB0 dB0 dB

Die richtige Architektur: aktive Außeneinheit am Mast

Sechs Eigenschaften, die eine Mobilfunk-Einheit für den Mast eines Segelboots mitbringen muss. Der Ubiquiti UMR-Industrial erfüllt sie alle, deshalb ist er unsere Empfehlung für Küstensegler.

Ein Kabel statt zwei

Outdoor-Cat-6 trägt Daten und Strom über PoE. Kein Koax, kein Verlust, kein Stecker im Mast.

Rundstrahlend, dreht mit dem Boot

Zwei externe Stabantennen empfangen aus allen Richtungen. Der Kurs spielt keine Rolle.

IP66 gegen Schlagregen und Salz

Mindestens IP65 ist am Mast Pflicht. Mit Outdoor-Cover erreicht der UMR-Industrial IP66.

12 oder 24 Volt vom Bordnetz

9 bis 30 V DC direkt oder PoE+. Kein Wechselrichter, kein 230-V-Netzteil an Bord.

Tiefe Bänder für die Kimm

LTE Band 20 und Band 28 sind an Bord, die Bänder, mit denen die Küste weit ausgeleuchtet wird.

Eine SIM, drei Netze

Die SIM sitzt oben im Gerät. Mit der Ascend Multi-Netz-SIM wechselt das Netz, nicht die Karte.

Ubiquiti UMR-Industrial: Eckdaten für den Mast

MobilfunkLTE Cat 4, bis 150 Mbit/s Download und 50 Mbit/s Upload (Herstellerangabe).
LTE-Bänder (EU-Variante)B1, B3, B7, B8, B20, B28.
SIMNano-SIM (4FF), ein Slot.
Antennen2 × LTE (SMA, extern), 1 × GPS (SMA), 2 × WLAN (RP-SMA), alle im Lieferumfang.
Schutzart und TemperaturIP66 mit Outdoor-Cover; Betrieb von −40 bis 70 °C.
StromversorgungPoE+ (48–54 V), 4-Pin-DC 9–30 V oder USB-C 5 V; maximal 12,5 W.
Anschlüsse2 × Gigabit-Ethernet (RJ45), davon 1 × PoE-Eingang und 1 × PoE-Ausgang (max. 10 W).
Gewicht und Windlast360 g, mit Cover 395 g; Windlast 38,8 N bei 200 km/h.
MontageMast (25–50 mm), Wand und DIN-Schiene, Halterungen im Lieferumfang.
BetriebRouter oder IP-Passthrough; WAN über Mobilfunk, Ethernet oder WLAN mit Priorität und Fallback; VPN mit WireGuard, IPsec und OpenVPN; Verwaltung über UniFi.
ZertifizierungCE, GCF, Wi-Fi Alliance.

Passende Hardware im Ascend Shop

Alles für Mobilfunk, Satellit und WLAN an Bord, von der Mast-Einheit bis zum Access Point. Alle Produkte lieferbar (Stand 18. September 2026).

Teltonika OTD140: günstiger, aber nur geschützt montiert

Der OTD140 ist ein solider LTE-Cat-4-Router mit zwei SIM-Slots, PoE-Ein- und -Ausgang und einem Temperaturbereich von −40 bis 75 °C. Seine Schutzart IP55 heißt: geschützt gegen Staub und Strahlwasser aus allen Richtungen, nicht gegen dauerhaften Schlagregen und Salzwasser an der Mastspitze. Wir bieten ihn deshalb nur für geschützte Positionen an, etwa unter dem Geräteträger am Heck oder im Cockpit hinter der Sprayhood. Für den Masttop bleibt es beim UMR-Industrial.

Mast-Kit: Das prüft der Eigner vor der Montage

  1. 1
    Montageort festlegenMasttop oder obere Saling. Die Saling kostet rund zwei Seemeilen Horizont, gewinnt aber Abstand zur UKW-Antenne und eine SIM, die ohne Mastbesteigung erreichbar bleibt.
  2. 2
    Abstand zu UKW und AISMindestens ein Meter zur UKW- und AIS-Antenne. Ein 25-Watt-Seefunkgerät kann einen LTE-Empfänger in unmittelbarer Nähe zustopfen.
  3. 3
    Ein Kabel planenOutdoor-Cat-6, geschirmt und UV-beständig, mit wetterfesten RJ45-Tüllen. Kabelweg im Mast, Durchführung am Mastfuß mit Kabelverschraubung.
  4. 4
    Strom vom Bordnetz12 oder 24 Volt direkt (der UMR-Industrial nimmt 9 bis 30 V DC) oder ein PoE-Injector mit Gleichspannungseingang. 230 Volt braucht dafür niemand an Bord.
  5. 5
    Blitz und ÜberspannungDie Mastspitze ist der Einschlagpunkt. Ein Überspannungsschutz mit PoE-Durchleitung vor der Bordelektronik und die Erdung nach Herstellerangabe schützen die Geräte unter Deck. Einen Direkteinschlag überlebt kein Gerät.
  6. 6
    SIM vor der Montage einlegenDie SIM sitzt oben im Gerät. Mit einer Multi-Netz-SIM entfällt der Kartentausch am Mast.
  7. 7
    Halterung und WindlastSchelle passend zum Mastprofil, Schwingungen und Windlast beachten. Der UMR-Industrial wiegt mit Cover 395 g und ist für 200 km/h Wind spezifiziert.
  8. 8
    WLAN unter DeckDer vorhandene Router kann als Access Point weiterlaufen, wenn er einen Ethernet-Anschluss hat. Sonst übernimmt ein Peplink AP One AX Salon und Cockpit.

Eine SIM für drei Netze: warum die Karte oben bleiben darf

Weil die SIM oben in der Außeneinheit steckt, sollte sie nie gewechselt werden müssen. Deshalb empfehlen wir den Ascend Datentarif als Multi-Netz-SIM: Eine SIM bucht sich in Deutschland automatisch bei Vodafone, O2 oder Telekom ein (Multi-IMSI), wahlweise nach bestem Netz oder mit fester Netzwahl. Der Tarif gilt EU-weit zum gleichen Preis, ist Prepaid und stoppt bei 0 €. Der Verbrauch wird alle 30 Minuten aktualisiert. Die SIM gibt es als Triple-Cut-SIM oder eSIM, monatlich kündbar, mit Internet-Übergang in Frankfurt und deutscher IP.

Für Küstensegler heißt das: eine SIM für Ostsee, Nordsee und die Reviere der Nachbarn innerhalb der EU, ohne Vertragsbindung und ohne Netzwechsel von Hand. Wir liefern die SIM zusammen mit der Mast-Einheit einsatzfertig vorkonfiguriert, mit APN und Netzwahl. Mehr zu passenden Geräten steht auf unserer Seite zu Routern für SIM-Karten; die SIM fragen Sie einfach mit an: SIM-Karte anfragen.

Ja, technisch geht das. Die Starlink Mini ist mit 1,1 Kilogramm und 298 × 259 × 38 Millimetern die kleinste Starlink-Antenne, nach IP67 geschützt, für Wind über 96 km/h freigegeben und für minus 30 bis plus 50 Grad ausgelegt. Ein Rohradapter liegt dem Kit bei, die Elektronik läuft direkt an 12 bis 48 Volt Gleichspannung mit durchschnittlich 25 bis 40 Watt. Ihr Sichtfeld von 110 Grad verzeiht die Krängung eines Segelboots, und auf dem Masttop steht ihr nichts im Weg: kein Großsegel, kein Mast, kein Bimini. Genau das ist der Grund, warum eine Starlink am Deck oder am Heckkorb auf Segelbooten so oft abreißt.

Die Einschränkungen: Nach unten gehen zwei Kabel, die Gleichstromversorgung und das Netzwerkkabel. Der Ethernet-Anschluss der Mini braucht das Starlink-Kabel mit dem eigenen Stecker, mit einem normalen RJ45-Kabel ist sie nicht mehr IP67. Das mitgelieferte 15-Meter-Stromkabel reicht nicht bis zur Spitze eines 20-Meter-Masts, und 25 bis 40 Watt Dauerlast sind auf einem Segelboot ohne laufende Maschine ein Thema für die Batteriebank. Die Antenne pendelt oben am stärksten, das eingebaute WLAN bleibt dort ungenutzt. Auf See gelten außerdem die Starlink-Regeln: bis 12 Seemeilen genügt ein Roam-Tarif, jenseits davon verlangt Starlink den Ozean-Modus mit Volumenabrechnung.

Unsere Einschätzung: Für Küstensegler bleibt die Mobilfunk-Einheit am Mast der erste Schritt, weil sie mit einem Kabel auskommt, kaum Strom braucht und unsere SIM ohne Zusatzregeln nutzt. Wer trotzdem Starlink möchte, montiert die Mini am besten dort, wo Segel und Mast das Sichtfeld nicht abschatten, also am Masttop oder an der oberen Saling, und plant Kabelweg und Stromhaushalt mit dem Rigger. Wie Starlink und Mobilfunk sich zu einer Verbindung bündeln lassen, steht auf unserer Seite Internet auf der Yacht; die Regeln für Starlink auf See haben wir unter Starlink zusammengefasst.

Wann der Schritt zur Yacht-Lösung sinnvoll ist

Wer regelmäßig weiter als 15 bis 20 Seemeilen hinausfährt, über Nacht auf See bleibt oder Videokonferenzen an Bord braucht, stößt mit einer LTE-Einheit an die Grenze der Netze, nicht der Technik. Dann lohnt sich die Kombination aus Starlink und 5G: Der Peplink MAX HD1 Dome Pro ist eine 5G-Außeneinheit mit IP67 nach demselben Prinzip wie hier beschrieben, bündelt aber über SpeedFusion mehrere Verbindungen und schaltet jenseits der Küste auf Starlink um.

Wie das zusammenspielt, welche Regeln Starlink auf See vorgibt und welche Hardware dazugehört, lesen Sie auf unserer Seite Internet auf der Yacht. Die Grundlagen zu Starlink und zur Bündelung von Starlink mit Peplink haben wir separat beschrieben.

Häufige Fragen zu Internet auf dem Segelboot

Bereit für Empfang bis zur Kimm?

Schreiben Sie uns Bootstyp, Masthöhe und Revier. Wir stellen Mast-Einheit, SIM und Access Point zusammen und liefern alles vorkonfiguriert. Die Montage am Mast übernimmt Ihr Rigger oder Ihre Werft.

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